Less is more: Weniger Verbesserung – mehr Neugestaltung

 

 

Relationales Denken arbeitet nie mit „Verbesserungen“, mit „Reparatur“, mit „hier und dort ein wenig kitten“. Es fokussiert vielmehr auf die proaktive Gestaltung unserer Themen, sodass gar nichts „Verbesserungswürdiges“ entstehen kann, und – wenn wir auf eine Situation treffen, wo der pflegliche Umgang so gar nicht passiert ist und im Prinzip die Dinge nicht mehr im Lot sind, etwas Neues zu gestalten. Diese Neugestaltung, die „Erfindung“ des Neuen, führt stets zu einer gänzlich neuen Überlegung. Nicht das „Wie kommen wir dorthin?“, sondern das „Wie sieht das Bild aus, das wir tatsächlich erzeugen wollen?“ und „Woran erkennen wir, dass wir es tatsächlich voll und ganz leben?“ stehen dabei im Vordergrund. 

 

Wie geht „Neugestalten“ statt „Verbessern“?

Worin liegt nun genau der Unterschied zwischen dem „Neugestalten“ bzw. „so behandeln, dass gar nichts passieren kann“ auf der einen Seite und dem „Korrigieren“ und „Verbessern“ auf der anderen Seite?

Nun, beim Neugestalten und pfleglichen Behandeln haben Sie ein gewünschtes Bild, das Sie ganz einfach leben – Sie kürzen praktisch den Weg des „Dorthin Kommens“ ab. Wenn Sie sich als Führungskräfte eines Unternehmens jeden Tag so verhalten, dass Sie „A Great Place to Work“ gewinnen würden, dann werden Sie am Ende auch „A Great Place to Work“ gewinnen – da brauchen Sie nicht „Fehler sammeln oder an etwaigen „Schwächen“ arbeiten. Wenn Qualitätsmanagement als Neugestaltung betrachtet wird, dann findet laufend Beratung statt, die sichert, dass keine Reklamation passieren kann – anstatt „Fehler“ und „Reklamationen“ laufend aufzuarbeiten (was – sind wir uns ehrlich – niemanden interessiert). 

 

Was verhindern wir mit unserem ewigen „Korrigieren und Verbessern“?

Beim „Korrigieren und Verbessern“ arbeiten Sie vom aktuellen Zustand aus und bewegen sich von diesem aus fort. Das ist mitunter nicht nur sehr mühsam, sondern es könnte sogar sein, dass es zwischen dem aktuellen und dem gewünschten Zustand keine Verbindung gibt: Wenn Sie z.B. täglich noch mehr und noch besser Red Bull-Dosen in die Regale schlichten, werden Sie deshalb kein besseres Marketingunternehmen werden, das „Flügel verleiht“ – disruptive Veränderungen, die wir alle so dringend brauchen, sind bei „Korrekturen“ nicht möglich.

 

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