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Stirbt Ihr Unternehmen ohne „disruptive Veränderung“, während Sie weiter „kontinuierliche Verbesserung“ (KVP) feiern?

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von Sonja Radatz. Nehmen wir an, Ihr Unternehmen ist auf einem prosperierenden Weg. Es erwartet für die Zukunft steigendes Marktinteresse, mehr Kunden, vielversprechende Produkt- und Leistungsalternativen. Und Ihr Unternehmen ist zusätzlich ein technische
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Stirbt Ihr Unternehmen ohne „disruptive Veränderung“, während Sie weiter „kontinuierliche Verbesserung“ (KVP) feiern?

von Sonja Radatz

Nehmen wir an, Ihr Unternehmen ist auf einem prosperierenden Weg. Es erwartet für die Zukunft steigendes Marktinteresse, mehr Kunden, vielversprechende Produkt- und Leistungsalternativen. Und Ihr Unternehmen ist zusätzlich ein technischer Vorreiter, der die digitale Realität gekonnt mit dem menschlichen Faktor mixt. Gratulation, Sie brauchen ganz bestimmt aktuell keine disruptive Veränderung. Aber Sie sollten zu jedem Zeitpunkt wachsam sein, denn Sie wissen ja: Die Konkurrenz kommt meist nicht aus dem Mitbewerb, sondern ersetzt Sie aus einer anderen Branche kommend – und überholt Sie immer von links.

Was aber, wenn Sie Ihr Unternehmen nach einem ehrlichen Blick in den Spiegel nicht in der obigen Beschreibung wiedererkennen? Wenn Sie merken, dass Ihre Produkte und Leistungen (schleichend) weniger gekauft werden und Sie diese bisher nicht radikal neu besetzen/ersetzen, wenn Sie (wichtige) Kunden verlieren, wenn Ihr Unternehmen digital auf das 20. Jahrhundert ausgerichtet ist, Sie hohe (Preis-) konkurrenz haben, andere einfach technisch besser und/oder billiger sind, und/oder Ihre ganze Branche, Ihr Produktions- und Leistungszweig in Zukunft nicht mehr gebraucht wird?

Dann wäre es meines Erachtens fatal, einen Weg kontinuierlich weiter zu verbessern, der an ein totes Ende führt. Und das betrifft meiner Erfahrung nach im Augenblick überbordend viele Unternehmen, die einfach zu langsam sind, den Spirit und das Interesse der Kunden verloren haben, im letzten Jahrhundert

der analogen Welt stehen geblieben sind und deren Leistungen in Zukunft einfach nicht mehr gefragt sind. Dazu zählen ganze Branchen wie Banken, aber auch Berufe wie Anwälte, für die in den kommenden Jahren digitaler Ersatz gefunden wird – gefunden werden muss, weil die Kunden nicht mehr bereit sind, das eingefahrene Spiel zu spielen, das von dieser beruflichen Seite angeboten wird. Das klingt Ihnen zu radikal? Dann tun Sie, was die meisten Unternehmen tun: abwarten. Es wird Ihnen bloß nicht helfen.

Ich nenne diese abwartenden Unternehmen die „Hufschmiede“, denn ihre Lage ist so solitär wie aussichtslos – auch wenn es Anfang des 20. Jahrhunderts nicht danach ausgesehen hat.

Die einzige Möglichkeit, die Sie in einer solchen Situation haben, ist, sofort an einem ganz neuen Geschäftsmodell zu arbeiten. Ob Sie das Unternehmen dabei mitnehmen? Das wird sich zeigen, weil diese Antwort Ihrer Hauptentscheidung folgen muss. Das Szenario ist weniger bedrohlich, als Sie denken. Es wird nur dann bedrohlich, wenn Sie nicht rechtzeitig den entscheidenden Schritt tun. Und „rechtzeitig“ ist meiner Erfahrung nach genau der Augenblick, in dem Sie als aufmerksame Führungskraft, als aufmerksamer Vorstand, Geschäftsführer, CEO oder Unternehmer merken, dass der Weg nicht mehr stimmt und ein „try harder part of the problem“ wird, wie Clark Gilbert und Joseph L. Bower in ihrem Artikel „Disruptive Change“ bereits 2002 aus meiner Sicht zutreffend bemerkten.

Zögern Sie also nicht, Ihr Unternehmen zu jedem Zeitpunkt einer harten Prüfung zu unterziehen.

Herzlich, Sonja Radatz

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