Disruptive Veränderung: Was steckt dahinter? Wirkung?

Disruptive Veränderung: Was steckt dahinter? Wirkung?

Wollen wir disruptive Veränderung? Können wir uns ihr entziehen? Wie entsteht sie? Ein Gap entsteht: Nutzen wir es!

1. Wollen wir disruptive Veränderung? Können wir uns ihr entziehen?

Natürlich wollen wir die disruptive Veränderung nicht. Niemand will disruptive Veränderung. Das hat uns gerade noch gefehlt! Das Interessante an disruptiver Veränderung ist, dass niemand Sie fragen wird, ob Sie sie wollen oder nicht. Denn sie ist einfach unvermittelt da, packt das betreffende Unternehmen, die betreffende Branche oder den betreffenden Beruf bzw. Job und lässt sie binnen kürzester Zeit lautlos verschwinden. Wie gut, wenn Sie dann daneben schon ein neues Unternehmen gegründet bzw. eine neue Berufung aufgebaut haben, die es mit der Zukunft aufnehmen können…

2. Wie entsteht sie?

Disruptive Veränderung entsteht, wenn und weil wir mit den meist technischen Innovationen, die wir schaffen und verwenden, andere Möglichkeiten im Leben haben.
Innovation entsteht meiner Erfahrung nach nie „einfach so“ und außerhalb von uns, sondern erfordert das Zusammentreffen von Angebot und Interesse – jemand erfindet etwas, das von Interesse sein könnte, und es ist dann tatsächlich von Interesse – das heißt, es setzt sich durch. Und diese Innovation, diese neuen Möglichkeiten bringen mit sich, dass wir an die Range an Produkten und Leistungen, die wir brauchen und nutzen, grundlegend neue Anforderungen richten. Das bedeutet, dass in dieser Zeit ganz neue Produkte, Leistungen und sogar Berufe entstehen können (und natürlich auch entstehen, denn wir Menschen suchen immer nach (besseren) Überlebenschancen und lassen uns genau dort etwas einfallen, wo ein neuer Bedarf entsteht).

3. Ein Gap entsteht: Nutzen wir es!

Die Zeitspanne zwischen der Neuerfindung technischer Möglichkeiten und dem Gap, das bei deren Nutzung zwischen der neuen Situation und „dem perfekten Rundherum“ entsteht, ist meines Erachtens jene Zeitspanne, welche Erfindern und Innovatoren bleibt, um etwas Neues auf die Beine zu stellen. Und genau an dieser Stelle sind einige Neuerfinder schneller und einige langsamer. Und andere Menschen und Unternehmen sind es gewohnt, zu „warten was kommt“ und bestenfalls hinterherzuhoppeln – und diese werden wohl nie eine Innovation schaffen.
Eine zweite Möglichkeit für Innovation entsteht, wenn manche Branchen und Unternehmen mit ihren Herangehensweisen oder Prozesse einfach stehen bleiben und nicht mit der Zeit gehen (und die Anbieter glauben und hoffen, ihre Kunden würden ihnen immer weiter treu bleiben). Auch dann entsteht eine Lücke, die von findigen Unternehmen oder auch findigen einzelnen Menschen wie Steve Jobs oder Travis Kalanick (UberCab) geschlossen wird. Hier entstehen neue Berufe, neue Jobs, auch neue Unternehmen und schließlich Branchen.

Ich habe zu diesem Thema das Online-Seminar "Der Disruptive Change Test" entwickelt und dem Thema auch meine neueste Ausgabe 105 der #Zeitschrift LO Lernende Organisation gewidmet: https://www.irbw.net/set-online-seminar-der-disruptive-change-test-zeit.html

 

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