So tun als ob – das funktioniert wunderbar!

Nein, bei der Theorie von Hans Vaihinger (1918) geht es NICHT um ein dämliches Rollenspiel – vielmehr um die Idee, all das zu tun, was man im angestrebten Zustand tun würde – anstatt auszumerzen, was aktuell nicht klappt: Denn Letzteres beseitigt nur die Probleme, aber es führt uns keineswegs in die Situation, die wir gerne erleben wollen.

Das Grundprinzip des „So tun als ob“

„So tun als ob“ ist ganz einfach – aber es wirkt nur, wenn Sie es tun:

  1. Sie überlegen sich, was Sie im gewünschten Optimalzustand alles tun, wie Sie es tun und was Sie bewusst lassen.
  2. Sie tun all das.
  3. Sie bleiben gnadenlos dran und tun weiter, was erfolgreich ist (oder zumindest einen kleinen Anschein von Erfolg zeigt) – und Sie korrigieren, wo ein anderes Verhalten vonnöten ist.

 

Ein paar Beispiele aus der Praxis

Es macht beispielsweise einen Unterschied, ob Sie versuchen, anstehende Probleme im Team zu lösen – oder ob Sie sich ab sofort insgesamt und in allen Details so verhalten wie ein Teamleader, der von seinem Team täglich Standing Ovations bekommt (Sie sollten allerdings auch auf Ihr Vorhaben hinweisen…). Es macht einen Unterschied, ob Sie Ihre privaten Probleme lösen oder sich so verhalten, als wären Sie jeden Tag der glücklichste Mensch. Und es macht einen Unterschied, ob Sie sich mit Ihrem Unternehmen einer SWOT Analyse unterziehen oder ob sich jeder im Unternehmen jeden Tag so verhält, dass der Kunde gerne wieder kommt und kauft…

 

 

Und warum funktioniert das?

Wenn wir im Relationalen Ansatz davon ausgehen, dass wir stets mit unserer Umwelt in Verbindung stehen, dann beeinflussen wir uns gegenseitig: Unser Verhalten wird die Grundlage für das Verhalten des anderen, und umgekehrt. Und so können wir Realitäten erzeugen – und wir kennen das ja bereits aus unserer Erfahrung: Etwa wenn eine neue Teeniegruppe „erzeugt“ wird oder eine Brand gepusht…

 

>> Mehr vom Relationalen Denken: Newsletter „Weiterdenken“ www.irbw.net  

 

 

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