Wie Sie mit einfach Relationalen Mitteln klar und fair führen

Wie Sie mit einfach Relationalen Mitteln  klar und fair führen

1. Haben Sie sich verdient. Und Ihre Mitarbeiter: Klarheit und Fairness.
Jeden Tag erlebe ich in meinen Jobcoachings und in der strategischen Begleitung meiner Kunden, wie viele Führungskräfte angesichts des ansteigenden Werte-Chaos („Bloß die Y-Generation nicht zu hart anfassen!“, „Führungskräfte sind dienende!“, „Holen Sie jeden Monat mehr raus!“ und Vieles mehr) ihre Mitarbeiter führen, ohne wirklich konkret zu werden – auf einer individuellen Basis. Aus einer Relationalen Sicht gibt es einige Meilensteine, die Ihnen auf einfachste Art und Weise helfen, als Führungskraft (wieder) Ihre Ergebnisse zu bekommen. Nachhaltig! Und dazu zufriedene, motivierte Mitarbeiter.

2. Relationale Meilensteine der Klarheit und Fairness in der Führung
Meilenstein 1: Relationaler Rahmen: Was brauchen Sie von jedem einzelnen Mitarbeiter?
Auch wenn Teamziele immer noch schick zu sein scheinen: Am Ende des Tages möchte jeder Mitarbeiter wissen, ob er erfolgreich war (und für Sie ist das auch nicht schlecht.
Schreiben Sie doch auf, was Sie von jedem Ihrer Mitarbeiter tatsächlich nachhaltig und wiederholt – also am besten jeden Tag/jede Woche/jeden Monat – brauchen. Im Relationalen Denken nenne ich das den Rahmen (und der Rahmen ist kein „Ziel“, das „erreicht“ werden kann, sondern vielmehr eine Liga, in der wir ab sofort nachhaltig spielen! Das können quantitative Erwartungen sein. Aber auch Qualitäten, z.B. die Einhaltung bestimmter Servicelevels. Es können aber auch Rahmenbedingungen sein. Ich kenne z.B. Führungskräfte, die brauchen von jedem Kunden ihrer Vertriebsmitarbeiter einen Auftrag pro Monat, der eine bestimmte Mindestsumme umfasst. Kommt von einem Kunden keine Order, so ist sofort ein neuer aufzubauen. Eine Führungskraft in der Buchhaltung erwartet von jedem Buchhalter konkret, dass bis zum Tag der Steuerfälligkeit alle Buchungsdaten korrekt eingegeben sind. Alle Stichproben müssen dann negativ ausfallen.

Meilenstein 2: Das Relationale Heuergespräch
Selbst wenn Sie glauben, dass „eh alles klar ist“: Vergessen Sie nicht auf das Heuergespräch mit Ihrem Mitarbeiter. Was bedeutet: Sie führen ein Gespräch, in dem Sie ihm den erwarteten Rahmen vorstellen. Und Sie brauchen von ihm ein klares „JA“ oder „NEIN“. Oder noch einfacher: Wenn er nicht „JA“ sagt, können Sie ihn nicht an Bord holen. Denn sonst landen Sie im Land der Wünsche und Hoffnungen – genährt durch die wenig unterstützende Passivität oder sogar das aktive Contra des betreffenden Mitarbeiters („)ch hab´eh immer gesagt, dass das nichts wird…!“). Wenn aber jemand JA sagt, dann kann er nicht nach ein paar Monaten sagen, „Ich habe das nicht ernst genommen“.

Meilenstein 3: Die Relationale Begleitung
Wenn Sie einen ambitionierten Rahmen setzen, können Sie nicht davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter diesen „ohnehin“ kann. Relationale Begleitung schickt den Mitarbeiter nicht weg, „um sich etwas zu überlegen“, sondern erarbeitet mit ihm gemeinsam funktionierende Herangehensweisen, die er dann ausprobiert. So kommen 2 Erfahrungshintergründe zusammen – und in Zeiten wie diesen lernen garantiert beide voneinander.
Können Sie sich das ersparen? Nein, ist meine Erfahrung: Etwas Billigeres können Sie sich nicht leisten, wenn Sie nachhaltig erfolgreiche Mitarbeiter brauchen.

Meilenstein 4: Die Ergebnissicherung
Gerade wenn Führungskräfte viel zu tun haben, vergessen sie oft zu prüfen, ob die Ergebnisse auch wirklich da sind. Im Relationalen Denken drehen wir den Spieß um: Definieren Sie ganz einfache KPI´s und lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbst beweisen, dass das Ergebnis da ist. Und wenn es nicht (ganz) erbracht wurde? Dann brauchen Sie meines Erachtens häufigere Begleitung. Und Sie aktivieren Ihre Vertrauensskala: „Auf einer Skala von 0 – 10, wenn 0= „Ich spüre, dass das nichts wird“ und 10 = „Ich habe volles Vertrauen, dass mein Mitarbeiter die Ergebnisse schaffen wird“ - wo stehen Sie jeden Freitag mit diesem Mitarbeiter?“
Wichtig ist dann auch noch, dass Sie festlegen, welche Mindestgrenze der Skala überschritten werden muss, damit Sie das Ergebnis für sich tolerieren können. Und wie viele Wochen Sie mit nicht tolerierbaren Werten stillhalten.

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